Theater-AG: Lysistrate

Mit ihrem neuen Stück „Lysistrate“ glänzte die Theater-AG in ihren Darbietungen vom 11. bis 13. Juni 2026 erneut. Die bühnenerfahrene Kooperation aus Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule (RFGS) und Merian-Schule erntete damit großen Applaus beim begeisterten Publikum. Mit insgesamt sieben Terminen darunter drei öffentlichen Vorstellungen waren für die Akteure diese drei Tage ganz dem Theater gewidmet.
Aus dem ursprünglich antiken Stück, das die Geschichte der peloponnesischen Kriege aus der Perspektive der Frauen erzählt, entwickelte die Theater-AG eine modernisierte Version der Komödie, die das aktuelle politische Geschehen und die zu erwartenden Folgen daraus thematisiert.
So entscheiden sich die Frauen (des fiktiven) Athens und (des fiktiven) Spartas, sich den kriegsbegeisterten Männern, die sich in der Manosphere bewegen, so lange sexuell zu enthalten, bis es Friede zwischen den Völkern gibt. Vom Incel bis zum sexbesessenen Ehemann und Dating-Coach ist hier jeder toxische Männertyp vertreten.
Doch nicht nur die Männer sind problematisch, sondern auch die Frauen – die sich in einem Spannungsfeld zwischen radikaler Feministin und Tradwife bewegen – bemerken bis zum Ende nicht, dass der scheinbare Sieg gegen die Männer nur kurzfristig und scheinbar erfolgreich ist. So wendet sich die Chorführerin des Frauenchors nach dem Friedensschluss und dem scheinbaren Happy-End an das Publikum und verweist auf die Fiktionalität der Geschichte.
Am Ende zeigt sich, dass die Polarisierung zwischen politischen Lagern, die Ignoranz gegenüber Minderheiten, internationale Konflikte und der Klimawandel die Jugend über die Geschichte hinaus beschäftigt. Sie stehen den realen Problemen unserer Gegenwart und Zukunft hilflos gegenüber.




































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